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Die Space-Sim Community
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Unterhaltung, Community, Strategie – Space Sims sind viele Spiele in einem


16. April 2021


Space Sims sind nicht zuletzt Jahrzehnte nach ihrem Aufkommen noch immer beliebt, weil sie nicht nur einen Spieler-Typ ansprechen. Im Grunde handelt es sich dabei gar nicht um ein einziges Spiel, sondern zahlreiche Spiele in einem Titel, wobei gerade die Open-World-Games konstant weiterentwickelt werden. Flugsimulatoren, Abenteuer, wirtschaftliche Strategien und darüber hinaus ein sozialer Aspekt bei Multiplayer-Games sorgen für Unterhaltung, teilweise über Jahre hinweg. Zu den beliebtesten gehört seit langem Elite: Dangerous, das in der vierten Auflage des Klassikers aus den 80er Jahren bereits seit 2014 gespielt wird und diesen Herbst sein nächstes großes Update erwartet.

Faszination und Spielerbindung entstehen dabei vor allem durch die globale Community, unterstützt von zahlreichen Foren, in denen sich die Spieler miteinander austauschen und zu gemeinsamen Missionen verabreden können. Oftmals entstehen dabei sogar Freundschaften, die weit über das Spielen eines bestimmten Games hinausgehen. Dies kommt wiederum den Herstellern der Space Sims zu Gute, da die Bindung der Player eben nicht nur durch ein spannendes Spielerlebnis entsteht, sondern auch durch das Zugehörigkeitsgefühl zu einer sozialen Gruppe mit ähnlichen Interessen.

Dabei ist gerade Elite ein absoluter Klassiker, bei dem sich Generationen zusammenfingen, immerhin gibt es das Spiel bereits seit 1984, als es von Ian Bell und David Braben in Großbritannien entwickelt wurde – und zwar für einen 8-Bit-Computer. Die Grafiken und Features waren natürlich marginal, doch schon damals wurde das Spiel als endloses Universum entwickelt, ohne einem konkreten Ziel, jedoch mit der Möglichkeit jegliche Rolle zu übernehmen, sei es als Commander, Bounty Hunter, Pirat oder mehr – wobei jeder Spieler ganz nach seiner Persönlichkeit wählen kann, in welche Rolle er schlüpfen und in dem gigantischen Universum „Karriere“ machen will. Geld zu verdienen ist natürlich ebenfalls ein wichtiger Bereich des Games, das seit 2014 in seiner aktuellen, heute weitaus komplexeren Version vorliegt.


(Quelle:Pixabay)

Dazu müssen natürlich verschiedene Missionen, je nach Spielcharakter, ausgeführt werden – eine gute Gelegenheit in externen Foren wie beispielsweise Reddit nicht nur Tipps und Tricks zu finden, sondern auch Gleichgesinnte, mit denen man virtuell gemeinsam zu einem Abenteuer aufbrechen kann. Fans des Spiels sprechen hierbei von richtigen „Partys“, zu denen man sich trifft, oftmals finden sich an die 35 Leute aus einem Sprachraum zusammen, um eine Spielergruppe zu gründen. Das Spiel ist bekannt dafür arbeitsintensiv zu sein, oftmals ist man mehrere Stunden damit beschäftigt bestimmte Gegenstände zu sammeln oder nach spezifischen Ressourcen zu suchen – und das kann allein unter Umständen etwas eintönig werden.

Auch hier lässt sich die Aufgabe kurzweilig gestalten, indem nebenher mit Freunden gechattet wird – manchmal erfolgt sogar eine Einladung zu einem anderen Zeitvertreib, der gleichzeitig erfolgen kann. Beliebt sind beispielsweise eine Runde Poker Online oder Online Pictionary, was in der Gruppe leicht über die Webcams gespielt werden kann und so den Charakter eines echten virtuellen Gesellschaftsspiels bekommt. Wer mit den Web-Kumpels ein Online-Casino besucht, kann nebenbei echtes Geld gewinnen, während im Space Sim der virtuelle Reichtum vergrößert wird – langjährige Spieler besitzen hier oft ein Vermögen von mehrere Milliarden, erworben durch den Erwerb und Verkauf von Raumschiffen oder erfolgreich ausgeführten Missionen.

Gerade wer über Jahre hinweg ein Spiel wie Elite: Dangerous spielt, mag es irgendwann müde werden, immer neue Raumschiffe zu kaufen oder immer mehr Geld zu verdienen, wenn bestimmte Ziele bereits erreicht wurden. Gerade deshalb bringt der Entwickler oft neue Features heraus - seien es Planetenlandungen, Oberflächenfahrzeuge oder seit 2018 sogar feindliche Aliens.



Klar, dass Communities ein wertvoller Teil des Spieleklassikers sind und viele offline Freundschaften daraus entstanden. Doch natürlich mag nicht jeder Gamer jederzeit sozial sein und sich nicht verpflichtet fühlen müssen mit der Gruppe mitzuziehen, sondern auch mal im Alleingang ein Universum erkunden wollen. Space Sim Games gibt es genug, und viele können im Einzel- oder Mehrspielermodus gespielt werden. Zu den aktuell populärsten gehören neben Elite auch Eve Online, Outer Wilds und Star Citizen. Besonders beliebt sind mittlerweile natürlich auch Simulatoren, die über VR gespielt werden können und damit ein noch realistischeres Spielerlebnis bieten, in das man komplett abtauchen kann. Elite besitzt eine VR-Version ebenso wie Everspace, No Man Sky oder Kerbal Space Program, wobei letzteres ein Einzelspieler-Game ist, mit dem man sich ganz ohne Gruppe und Interaktion stundenlang unterhalten kann. Besonders begeistern sich Technik-Fans für dieses Weltraumspiel, bei dem es in erster Linie darum geht Raketen und Flugzeuge zu entwerfen und Bauteile zusammenzufügen, Missionen zu planen und ein simuliertes Sonnensystem zu erkunden. Kerbal Pace Program besitzt zwar eine „niedliche Optik“, ist jedoch absolut anspruchsvoll, wenn es um Simulationen geht.

Ganz gleich welches Space Game man denn nun am liebsten spielt, alle bieten schier endlose Unterhaltung und die Faszination gigantische fremde Welten und Universen zu erkunden, die eben, wie im Fall von Elite, bereits seit Jahrzehnten bestehen. Nicht selten spielen hier ganze Familien miteinander, wobei Eltern ihr Raumfahrtwissen an die Kids weitergeben können. Eine Auszeit vom Alltag stellen Space Sims somit auf jeden Fall dar, besonders seitdem sich der Spieler mit Aufkommen von VR noch realistischer ins Weltall versetzen kann. Kommt dann noch eine Community hinzu, wo man soziale Interaktion und Zugehörigkeit findet und sich zu Missionen und Space-Partys verabredet, kann dies viele positive mentale Auswirkungen auf die Spieler haben.