Der Weltraum...

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Roskilde
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Der Weltraum...

Beitrag von Roskilde » Mo 08 Aug, 2016 10:22 am

Der Weltraum...

...unendliche Weiten

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Der zweite Raumsektor der Familie Rhy ist ein gigantisches Areal von hellem, lichtdurchflutetem Vakuum. Während sich ein Großteil des "Lebens" hier mehr oder weniger dicht über der Planetenoberfläche des E-Klasse Planeten Hod-Czmiin und den spärlich gesääten Raumstationen abspielt, kommt der wenige Verkehr aus Fracht- und Kampfschiffen sehr schnell zum erliegen, je weiter man sich vom Sektorzentrum, welches über dem Planeten liegt, entfernt.
Mit einem sehr guten digitalem Sichtverbesserungssystem und scharfen Augen kann weit hinter der Ekliptik eine gleißende Nebelbank ausgemacht werden, in der sich, laut einigen Säufern, ein schier unüberwindliches Asteroidenfeld befindet. Auch die schnellsten Schiffe bräuchten viele Stazuras um dorthin zu gelangen...

Um den Planeten selbst kreist eine kleiner, athmosphärenloser Mond auf welchem die einzige Sektorwache stationiert ist: Eine Staffel aus M4 Skorpion- und M3 Mamba-Jägern, die aber allenfalls wegen allzu heftigen "Handelns" einschreiten. Außerdem befinden sich ein kleines Stückchen weiter draußen mehrere Asteroiden, auf denen gerade begonnen wird Bergbau zu betreiben.

Raumtore finden sich zwei: Im Süden nach Familie Rhy und im Osten zum Teladi-Sektor Turm der Finanzen.

Aber wer sollte hier schon weg wollen...?

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Katoa t'Trrt - Thuruks Bar

Beitrag von Roskilde » Mi 17 Aug, 2016 10:01 pm

Eine weitere Schicht in der längsten Bar des Sektors neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu und erst jetzt fühle ich die brennenden Augen und die langsamer werdenden Wischbewegungen meiner Hände. Die untere Bar ist bereits leer, die Reinigungssysteme tun summend ihre Arbeit und das Licht ist gelöscht.
Nur hier, oben, sabbern noch ein Teladi und ein Argone im Vollsuff und Duett auf das breite Holzimitat - Ekelhaft. Kurz habe ich ein Bild im Kopf, wie ich die beiden schultere und schnell und ohne große Folter aus der Luftschleuse werfe. Mit einem Lächeln auf den Lippen und dem Standbild ihrer im Vakuum platzenden Augäpfel im Hinterkopf, bau ich mich mit in die Hüften gestemmten Armen vor den beiden Spritleichen auf:
"Ihr da! Kreaturen! Diese hier will Feierabend machen! Diese hier MUSS Feierabend machen!
Der Argone der beiden, ein sehr haariger Vertreter seiner Rasse, hebt leicht den Kopf und nachdem etwas Erbrochenes aus seinem Mundwinkel quillt, klatscht er denselben in die Brühe - Ekelhaft.
Der Teladi dagegen murmelt etwas, torkelt in den Gang hinaus und ist mit einem kurzen Geräusch den Dockingschlauch zu seinem Schiff, einer schrottreifen Harrier, hinuntergeplumst. Fast reisst er noch die Andockklammer ab und hält mit einem überzogenen Tempo auf die Asteroidengruppe um Hod-Czmiin zu. Ich warte nicht auf den Lichtblitz, sondern wende mich dem Kotzbrocken zu.
"He da, er da! Er versteht mich schlecht!?"
Manchmal will man diese Affen nur noch auslöschen...
Dann überspannt der Argone den Bogen. Überspannt ihn weit.
In seinem Suff grapscht er nach mir, seine Finger bekommen mein Mieder zu fassen und seine Hand ist zwischen dem straffgespannten Stoff und meinen Brüsten eingeklemmt...
Ich schnalze kurz mit der Zunge, fasse über die Bar - und treibe dem Schufft die Mündung des Desintegrators in eines seiner riesigen Nasenlöcher.
"ER IST TOT!!"
Eigentlich schieße ich schlechter als ein Borone dem die Tentakel für Suppe abgeschnitten wurden. Aber auf die Entfernung...?
Wütend treibe ich den Torkelnden vor mir her, stoße ihn den Dockingschlauch hinunter, durch den er eine lange Spur erbrochenen Raumsprit hinterherzieht und dockt schneller ab, als man es von einem Volltrunkenen erwarten würde. Um den wird sich noch die Sektorwache kümmern.
Fast hätte ich einer Gewaltfantasie nachgegeben. Nur fast.
Stammkunde.
Ich halte die Luft an und lasse sie langsam wieder entweichen.
Einmal. Zweimal. Dreimal.
Eine Züglerin kennt nur die Ruhe.
Als ich mich wieder halbwegs im Griff habe, aktiviere ich die Autoreinigung, schiebe noch die letzten Gläser in den Industriespüler, schalte Licht und Holoreklame aus und ziehe mich endlich endlich in meine privaten Gemächer zurück...
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Beitrag von Roskilde » Sa 27 Aug, 2016 11:37 am

Mittlerweile bin ich nach kurzer Nacht wieder aufgestanden und entspanne mich vor dem großen Fenster meines persönlichen Gemaches auf einer schlichten Liege. Während draußen im Weltraum einsam Stationen vorbeiziehen - die Thuruks Bar bewegt sich sicher auf einem L-Punkt um den Planeten - nippe ich an einem warmen Aufguss aus Boronenschleim und versuche mich zu entspannen, bevor der Alltag wieder losgeht:
Tresen schrubben, Betrunkene bis zum Multiorganversagen abfüllen...
Schnaubend stehe ich auf und lassen den dünnen Morgenmantel von meinen Schultern gleiten, als die Thuruks Bar mit einem Piepsen den ersten Kunden meldet. Die Schiffsysteme erteilen dem Neuankömmling automatisch Landeerlaubnis und der argonische Buster dockt an einem der vielen Dockingplätzen.
Im leichten Luftzug der Lebenserhaltung ziehen sich plötzlich die Rillen an meinen Armen und Beinen zusammen - das Split-Äquivalent einer argonischen Gänsehaut. Ein Omen...?
Abschließend ziehe ich die Ghoklederhose hoch, das Rüschchenmieder über und schlüpfe in die Stiefel.
Auf in den Kampf!
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Beitrag von Roskilde » Mo 24 Okt, 2016 7:31 pm

Nach ereignislosen Tazuras des barwischens, kotzeschaufelns, augenausdrückens und thurukopferns geschieht das Undenkbare, der Supergau:

Der Schnaps ist alle

Der Gedanke schießt mir wie ein Querschläger durch den Schädel, als der letzte Rest Schwarzgebrannter aus der Flasche in eine Gruppe von zwei Dutzend zusammengestellten Gläsern gurgelt.
Als ob ich laut gedacht - oder der Gedanke irgendwie mein Hirn verlassen - hätte, verstummen die Gespräche an der 25m-Bar und etliche Augen drehen sich zur Decke.
Mit dem anklagenden Blick seiner toten Augen scheint der ausgestopfte Borone dort oben mit mindestens einem Tentakel auf Punkt 3 der Hausregeln zu deuten:
3. Keine leeren Gläser - sonst Luftschleuse!

Nur unmerklich bewegt sich meine bloße Schulter, als ich unter dem Tresen nach dem Desintegratorgewehr taste und alle Anwesenden krampfhaft im Gesichtsfeld zu halten versuche.
Ein Leben ist ein Leben - Stammgäste finden sich wieder neue ein.
Dann ist der Moment vorbei und die Säufer wenden sich ihrem Erbrochenem zu, malen konzentrische Kreise darin...
Im stillen Kämmerlein meines Geistes verfluche ich mich lange und ausdauernd: Heute war das Glück wieder den Dummen und Kreaturen hold. Verdammich...

Nachdem die Bar früher geschlossen ist als sonst, lasse ich mich in den knarzenden Ghoklederpilotensessel im Cockpit der Thuruks Bar gleiten und nehme Kurs auf die teladianische Handelsstation "Telamus Zura" - mit dem scheußlich-boronischen Übernamen "Vielvölkertreff". Kotz-Würg.
Ich habe kurz mit dem Gedanken gespielt die Heimatstation "Rhys Vorstoß" anzulaufen. Aber einerseits stößt mich die geringe Auswahl an Spirituosen ab - nur Split-Stoff - , andrerseits die Vorurteile.
Ich bin vielleicht Split, aber sobald man mit Brüsten und weiblichen Geschlechtsteilen - oder dem Äquivalent davon - angetan ist, hat man schon verspielt. Andrerseits kann man natürlich mit Reizen auch wunderbar Sprit kaufen. Aber irgendwie ist mir heute nicht danach.
Mittlerweile ist die Bar immer weiter dem Planeten entgegengesunken und nimmt fahrt auf um mit dem Orbit der Handelsstation gleichzuziehen.

Weiter auf "Telamus Zura"...
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Re: Der Weltraum...

Beitrag von Old Navy » Di 17 Jan, 2017 11:13 pm

Ein leuchtender Blitz im Ereignishorizont des Sprungtores, ein zentrierter Strahl aus der antiken Maschine, ehe sie ein wohlbekanntes M3 ausspuckt. Mutterseelenallein, wie es scheint. In angenehmer Reisegeschwindigkeit driftet der Jäger tiefer in den Sektor hinein.
"Der Weltraum - unendliche Weiten... Wir schreiben das Jazura 765. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Ayane, das mit seiner 1 Frau starken Besatzung Jahre lang unterwegs ist, um neuen kriminellen Abschaum einzubuchten, neues Leben und ganze Zivilisationen. Viele Lichtjahre von Argon Prime entfernt, dringt die Ayane in Systeme vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat."
"Echt jetzt?! Du lädst dir zuviel Serien runter!" Immer das gleiche mit ihr! Wenn es mal nicht darum geht, Piraten oder Parksünder zu verkloppen, kommt sie auf skurrilste Ideen! Irgendwann wachsen mir nochmal graue Haare nur wegen ihr! "Aber in einem Punkt hast du recht... Menschen kommen siche rnicht viele hierher..."
"Eine Schande, nicht? Bei der berühmten Gastfreundschaft der Split..." Leises Seufzen meinerseits. "Da sind mir die Kaufechsen sympathischer."
"Mir nicht."
"Okay, ich gebs ja zu, mich können sie auch nicht verschrotten und in Einzelteilen weiterverkaufen."
"Najaaaa... Nach allem was ich über Medizin runtergeladen habe... Doch. Können sie."
"Brrr..." Gruseliger Gedanke! Zumal einige Piratensyndikate erwiesenermaßen einen Schwarzmarkt für Organe haben! "Hrmpf..." Kümmer ich mich auch noch drum! Ein anderes mal!
"Von nun an sind wir jedenfalls in Split-Gebiet. Sicher, dass du deine Uniform anbehalten willst?"
"Du willst mich doch nur in Unterwäsche sehen!"
Betretenes Schweigen. Oh, wenn Computer nur Grinsen könnten! Wichtiger ist jedoch: Welche Menschen sind denn nun noch hier? Vor allem - ist MEIN Mensch noch hier? Manchmal ist es aber auch ein Unterfangen, sie wiederzufinden! Nina verrennt sich gern in irgendwelche Dinge, sobald es was interessantes zu erforschen gibt! Für den Moment setze ich aber Kurs auf die Teladi Handelssation. Und stelle den Sitz etwas zurück, lege die Füße hoch. Es dauert noch eine ganze Weile, bis wir da sind...

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Beitrag von Eddie_W » Mi 18 Jan, 2017 5:54 pm

Schnell wird die Station hinter mir kleiner. Ab und an geht ein leises grummeln durch das Raumschiff, das Raumschiff stabilisiert sich und seinen Kurs - Alles automatisch und ohne mein Eingreifen. Die Koordinaten sind eingegeben und der Bordcomputer sollte mit den Scannern an Bord auch ohne weiteres in der Lage sein mit Höchstgeschwindigkeit durch den Asteroidengürtel zu quälen. Herausfordernd wird es dann das Tor zu finden, sollte es wirklich existieren. Außer es ist aktiv. Dann müsste es quasi auf den Messwerten aufleuchten.
Nun habe ich aber besseres zu tun. Einen kleinen Text zu schreiben. Keinen wissenschaftlichen, etwas schwereres - zumindest wenn man auf den Tisch guckt - dort stapeln sich einige 'Prototypen'. Möglich, dass ich noch mal umkehren muss um Papier aufzutanken und den Müll zu entleeren bevor ich das Tor erreicht habe. Allerdings meine ich mehr Papier an Bord zu haben als ich in der kurzen Zeit wirklich vollschmieren kann.
Währenddessen überwacht der Bordcomputer fast den gesamten Sektor. Auch Kathryns Raumschiff bleibt nicht lange verborgen. Natürlich ist die Signatur hinterlegt... für Gründe... Allerdings nicht als primäres Suchobjekt sondern als Kalibrierziel. Also gibts auch keine Nachricht...
Langsam werden die Asteroiden größer. Noch ein paar Mizuras und ich bin vom Radar verschwunden...
Wieder zerknülle ich ein Blatt und fange ein neues an. Scheint als hätte ich etwas gefunden. Schnell schreibe ich zu Ende und falte das Papier sorgfältig, beschrifte es wie einen Brief. Dann räume ich auf. Sollte auch langsam den Raumanzug frisch machen!
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Beitrag von Roskilde » Do 25 Okt, 2018 2:09 pm

- Von der Handelsstation kommend... -

Mehr oder weniger schnell entfernt sich der Split Kaiman von der Handelsstation der Kreaturen und nimmt Kurs auf den offenen Weltraum.
Nicht länger als nötig habe ich mich an den Kontrollen des Frachters aufgehalten - sobald ich es mir leisten kann, werde ich für diese unangenehme aber nötige Arbeit einen Pilotensklaven kaufen. Irgendwann.

Schon während die Thuruks Bar sich in den neuen Kurs eindreht, liege ich mit dem leichten Morgenrock angetan auf dem Rundbett und schlürfe genüsslich heissen Boronensud.
Der Tazura scheint perfekt zu werden: Die Bar ist für die Dauer der Reise zum nächsten Zielort geschlossen, die Gäste in ihren Zimmern verhalten sich ruhig und stören nicht unnötig mit sinnlosen Beschwerden, die sowieso verhallen würden.
Als der Sud nur noch lau ist, stelle ich die Tasse weg, drehe mich auf den Bauch und studiere auf meinem persönlichen PDA die Überwachungsbilder der Gästezimmer. Drei von den Bewohnern werde ich in ein paar Stunden auf der "Sklavengrube" verkaufen.
Dringend benötigte Credits, da aus dem Handel mit der großen, geschlechtslosen Kreatur wahrscheinlich kein Profit entstehen wird.
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Re: Der Weltraum... - Nina dümpelt vor sich hin

Beitrag von Eddie_W » So 11 Nov, 2018 12:17 pm

Langsam verlässt der boronische M4 das Asteroidenfeld und verlässt nach und nach den Schlaf Modus. Messensoren werden deaktiviert, Triebwerke,Bordsysteme und Funk werden auf volle Leistung hoch gefahren. Einzig die künstliche Schwerkraft wird nicht vollends aktiviert - einzig die Trägheitsdämpfer sind aktiv. Über einen verschlüsselten Kanal wird ein medizinischer Notruf an alle argonischen Militärschiffe versandt - Pilot bewusstlos.
Einzig ich bekomme davon nichts mit in der Luftschleuse - anscheinend war der Sauerstoffvorrat knapper als befürchtet und im Anzug wurde automatisch das Schutzprogramm gestartet - Durch kontrolliertes Herunterfahren der Vitalparameter den knappen Sauerstoff so lange zu nutzen wie es nur irgend geht... Also träume ich von gefrorenen Boronen...
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Re: Der Weltraum...

Beitrag von Old Navy » Mi 14 Nov, 2018 10:27 pm

Es ist zu spüren, wie der Kaiman abdockt. Mir soll's recht sein. Vielleicht täte mri ein Nickerchen auch ganz gut gerade. Aber die Schlüsselkarte war noch nicht ganz im Lesegerät, als es mich auch schon in Nebel auflöste.
Und einen Moment später stand ich in Ayanes Cockpit. "WAS hab ich dir über Selbstständigkeit gesagt?"
"Du kannst mir später danken. Notfall. Deine Lieblingsargonin hat ein Problem."
Da wird mir ganz kalt bei... Nina weiß auch nicht, wann Schluss ist! Nebenbei spielt Ayane auch das Notrufsignal ab. Eine automatisierte Meldung des Schiffscomputers. "Na fein. Dieser Punkt geht an dich. Dann mal los!" Leises Seufzen. Erstmal kann ich nur abwarten. Ayane fliegt so schnell sie nur kann in Richtung des Notrufes. Über die Luke hinter dem Sitz kann ich aber nach unten steigen in den Frachtraum, zu den Arrestzellen. Dort ist auch das ganze Erste-Hilfe-Zeug. Verbandskasten, Sauerstoffmasken nebst Flaschen - so wie ich sie kenne hat sie sich doch wieder viel zu lang irgendwo draußen aufgehalten! Neugierig wie eine Katze!

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Re: Der Weltraum... Nina am rumdümpeln

Beitrag von Eddie_W » Mi 14 Nov, 2018 10:49 pm

Eine Antwort auf das Notsignal - der umgebaute Jäger ändert seinen Kurs um auf den vermeidlichen Rettungstrupp zu zu halten. Alles halb so wild, der Anzug kontrolliert ja weiterhin die Vitalfunktionen und mit dem Sauerstoff in der Luft ist er auch in der Lage eine Müde Pilotin wieder zu wecken. Aber das ist gegen die Vorschriften. Nur im absoluten Notfall... Atemstillstand oder sowas! Als wollte er einen davon abhalten noch mehr Unheil anzustellen. Das passt ja!
Vielleicht sollte der Autopilot echt noch angepasst werden, jemanden einfach ausschlafen zu lassen war ja schön aber nicht effektiv! Immerhin gab es Arbeit zu verrichten... Aber wer während der Arbeit eingenickt war der musste wohl auf ein Gespräch zum Chef....
Langsam beginnt der Piranha abzubremsen und sich auf das sich nähernde Raumschiff auszurichten. Der Rettungstrupp muss durch eine andere Luke einsteigen - diese wird von Nina blockiert. Acuh wenn sie im Raumanzug steckt geht der Bordcomputer kein unnötiges Risiko ein... Anders als seine Besitzerin...
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Beitrag von Roskilde » Sa 24 Nov, 2018 3:24 pm

Ja da soll mich doch - ich zähle erneut durch: Tatsächlich! Eine der Kreaturen fehlt.
Das vorwitzige Ding mit der Himmelfahrtsnase ist weg. Und wenn nicht einmal die Biosensoren sie auf dem Schiff erfassen können, dann hat sie einen Transporter benutzt. Entweder einen Persönlichen, oder aber ist sie von einem anderen Schiff wegteleportiert worden.
Einen schamlosen Fluch verkneife ich mir nicht, schliesslich ist mir eine gute Summe durch ihr Verschwinden durch die Finger geglitten.

Durch das große Bullauge des Zimmers sehe ich schon die Station näher kommen, oder besser gesagt: Den Felsen.
Die eigentliche Mine sitzt wie ein Hütchen auf der Rückseite des Asteroiden und frisst sich mit Zähnen aus Fleich ins harte Gestein. Sklaven stellen die Arbeitskraft und ich werde ihren Reihen noch ein paar hinzufügen.

Was für ein schöner Tazura!
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Beitrag von Eddie_W » Sa 01 Dez, 2018 12:33 pm

Die Luft ist so Trocken, dass mir der Mund verklebt und mir das Atmen schwer fällt... Was ist los?!? Und Wieso schwebe ich in der Schleuse? Und wieso hab ich einen Helm auf...
Langsam kommen meine Erinnerungen wieder. Der Borone, das Raumschiff und das Tor... Okay... Und mir ist übel! Alles dreht sich noch. Und die Luft unter dem Helm ist alles andere als gut. Nur das Entriegeln... Da klemmt was! Tolle Erfindung mit den klobigen Handschuhen nach der Verriegelung tasten... wer hat sich denn sowas ... ausgedacht!
Unspektakulär löst sich schließlich der Helm und fliegt durch den Raum - bis er an eine Wand trifft, abprallt und weiter gleitet. Schwerelosigkeit.
"Mach mal Schwerkraft an!" Hätte ich besser nicht gesagt - nicht ohne zu wissen, dass ich gerade nicht mit den Füßen auf dem Boden stand - jetzt liege ich. Zumindest ohne Helm, aber der Mund ist immer noch trocken.
Im Anzug ziehe ich mich über den Flur. Vielleicht doch etwas mühsam mit Schwerkraft, aber ohne würde ich mich garantiert übergeben und mich in zehn Jazuras noch nicht zurecht finden. Ziel ist die Nasszelle, besser der Wasserhahn. Einfach nur einen Schluck trinken. Das ist bei 0G auch so eine tolle Erfahrung... wenn das Wasser plötzlich in der Nase kitzelt...
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Beitrag von Erzähler » So 02 Dez, 2018 10:43 am

Rund um das boronische M4 ist nichts außer der schwärze des Weltraums, hell erleuchtet vom Planeten Hod-Czmiin.
Sonnenstrahlen brechen auf der schillernden Fischhauthülle und darunter schleppt sich eine halb bewusstlose Argonin in Richtung Wasserhahn.
Und so sieht sie auch nicht den stummgeschalteten Annäherungsalarm, welcher das argonische "Rettungsschiff" ausgelöst hat: Ein ranziges Ding eines rostigen Express TPs.

Kein funkelndes, neues Militärschiff mit einer freundlichen, die-Hände-reichenden Besatzung an Bord.
Eher das Gegenteil.
Die Besatzung riecht nach altem Schweiß und schlimmerem. Glücksritter, Schmuggler, Aasgeier - Sie überwachen den Äther mit illegaler Tech die sie aus einem abgeschossenem Buster geborgen haben.
Und nun nähert sich der TP Ninas Schiffchen um mal zu gucken...

"Biosensoren orten eine Lebensform an Bord, Käptn!", die einäugige Pilotin
"Weiblich oder männlich?", der ewig lüsterne, ein beinige Kapitän
"Willffte nich ma wiffn, obf überhauptn Argon-Pilot iff, Cap?", der zahnlose Maschinist
"Belanglos. Andocken, Luke aufschneiden und rein - wenn die Split uns zuvorkommen behalten die alles."

Gesagt getan: Mit einer improvisierten Gangway wird angelegt und flugs die Schleuße aufgestemmt.
Nina kann das Poltern hören als die "Rettungsmannschaft den Piranha betritt...

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Re: Der Weltraum...

Beitrag von Old Navy » So 02 Dez, 2018 12:18 pm

Was muss sie auch ganz an das andere Ende des Sektors fliegen! Ayane ist ja nun schon kein besonders langesames M3, aber das dauert so dennoch eine halbe Ewigkeit! Aus der halben Ewigkeit wird aber recht bald eine Dreiviertelewigkeit als sich nun auch ein anderes Schiff auf dem Gravidar bemerktbar macht. Ein TPmacht sich an der Breitseite des Piranhas fest.
"Keine argonische Kennung. Keine... was ist das eigentlich?"
"Eine Flickschusterei aus verschiedenen Transpondern. Reicht aus um an Stationen zu docken die es da nicht ganz so genau nehmen."
Leises Lachen aus den Bordlautsprechern. "Deinen Humor will ich haben, ehrlich..."
"Nehmen wir ihnen die Beute ab!"
"Da sind wir mal einer Meinung. Setz' die beta EPW ein. Mit der Möhre weichen sie nirgendwohin aus..."
Ein Surren geht durch den Schiffsrumpf als die Waffen ausgefahren werden. Möglicherweise muss ich erst freundlich anklopfen bevor sie sich verziehen. Auf Knopfdruck öffne ich aber einen allgemeinen Funkkanal zum TP und lasse den Piloten schonmal Bescheid wissen.
"Der Piranha gehört mir, mit allem und jedem was darin ist. Fünfzehn Sezuras." Mit Gesetzen und Menschenrettung brauche ich denen gar nicht erst zu kommen. Schon gar nicht in einem Splitsektor. Die erste Salve aus den Energieplasmawerfern. Gerade genug, um den Schild auf wenige Prozente zusammen zu schießen, aber nicht brechen zu lassen. Sie sollen ja die Chance haben, lebend davonzukommen. "Zehn Sezuras." Ein einzelner Schuss. Sollen sie ruhig merken, dass ich es ernst meine. Und spätestens jetzt dürften dem Kapitän die Warnungen über Raketenaufschaltung um die Ohren fliegen. Munition habe ich nämlich auch! Und nun liegt es ganz bei ihm ob ich sie einsetzen muss...

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Beitrag von Roskilde » So 02 Dez, 2018 1:15 pm

Bereits im Landeanflug auf die hoch aufragende Raumstation, werden mir plötzlich einige Schiffe gewahr welche anscheinend Hals über Kopf ablegen - einem Instinkt folgend breche ich das Andockmanöver ab, lasse das Schiff die Steuerbordmanövrierdüsen mit Volllast abfeuern und bewege den Kaiman dadurch in die gewünsche Richtung.
Etwas träge beschleunige ich nun die Thuruks Bart und nach kurzem Streit mit dem Triplexscanner wird alles auf dem Gravidar dargestellt: Meine Sinne schienen mich nicht zu trügen - Beute ist aufgetaucht und die Räuber beginnen sich schon darum zu streiten.

Der Erste muss diese hässliche Zigarre von TP sein, welche schon angelegt hat an ihrem Opfer. Einem ebenso hässlichen und dazu uralten Boron-M4. Der Zweite, eine Argon Nova, hat sich so ausgerichtet das er seine komplette Frontbewaffnung direkt auf den Express richten kann.
Die Dritten sind in einer Wolke von schnellen Schiffen meines Volkes versammelt welche sich ihr Stück vom Chelt nicht durch die Hände gleiten lassen wollen.
Und die Vierte: Ich.
Allein, in einem unbewaffneten Frachter und an letzter Stelle. Eine Kreatur würde sich trollen, ihre lebendige Ware verkaufen und auf eine bessere Chance, irgendwann, warten.
Ich werde die Chance ergreifen und vielleicht mit größerem Profit den Tazura beenden wie gedacht.
Erregt und schnellatmend krallen sich meine Finger in den Ghoklederbezug des Pilotensessels...

Derweil an Bord der AP-0057-DS-1005:

"Hallöööööööchen...? Irgendwer an Booooord...?", der Einbeinige humpelt auf seinem Teladianiumbein und mit gezückter Waffe durch den Piranha.
Dann rumpelt es kurz und in seinem Ohrstöpselt meldet sich die Pilotin:
"Äh, Käptn? Wir haben ein Problem. Irgend so eine Schlampe fordert uns zur Übergabe auf. Schilde auf 3%. Die Zeit läuft ab..."
Der Kapitän zuckt nur kurz mit den Schultern: "Sind unsere Abnehmer von der Sklavengrube schon unterwegs?"
"Jupp"

"Dann halt sie mit dem allgemeinen Bergungsrecht hin, und nimm Kontakt zu Sai t'krrt auf: Wenn er uns die Braut vom Hals hält, kriegt er einen Anteil von 20% vom Bergungsgut. Und richte die Geschütze unseres Kanonenboots auf den M4. Ich verbrenn hier lieber alles zu Asche, als wenn ich was der Konkurenz abgebe!!"
Mittlerweile hat er die krabbelnde Nina erreicht und beginnt sie ohne Umschweife aus dem Anzug zu schälen.
"Muss mein Glückstazura sein heute. Ich hätte aber auch zu einer Teladi nicht nein gesagt. Harharharhar!"

Seine Pilotin übermittelt dieNachricht an die AP Ayane...
...und im Hintergrund nähert sich ein schnelles Rudel von einigen Split Skorpion, bei denen es nicht klar ist welches der Schiffe nun von ihren Zielcomputern anvisiert wird...
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