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PC Selbstbau-Anleitung



29. Juli 2019


Vorab ein paar Worte zu diesem Artikel: Er richtet sich an PC Gamer, die etwas Ahnung haben vom PC, die sich aber vielleicht nie getraut haben, mal Ihren Wunsch-PC selbst zusammen zu bauen. Selbstverständlich übernehme ich keinne Haftung für etwaige Schäden, die dabei entstehen könnten. Wenn ihr aber vorsichtig seid und meine Ratschläge beherzigt, habt ihr nichts zu befürchten.

AMD hat in den letzten zwei Jahren mit den RYZEN Prozessoren wirklich einen Preis-Leistungshit gelandet. Ihr könnt für relativ kleines Geld euren eigenen PC selbst zusammenschrauben und dabei eine Menge darüber lernen. Mit diesem PC könnt Ihr in Full HD aktuelle 3D Spiele flüssig spielen, Netflix, Browserspiele und Online Casino (hier mit Bonuscode) funktionieren natürlich auch anstandslos.


EINKAUFSLISTE

Beginnen wir mit den einzelnen Komponenten. Auf Vergleichsportalen, wie Geizhals könnt ihr euch die günstigsten Angebote für die einzelnen Kompenenten heraussuchen, die ihr bevorzugt. Meine Empfehlung richtet sich an den preisbewussten Gamer, der zwar sparen möchte, aber auch etwas geboten haben will. Ihr könnt natürlich auch leistungsfähigere Komponenten für euren Gaming-PC kaufen. Vorausgesetzt, Euer Budget erlaubt es. Hier ist meine Beispielkonfiguration für ca. 600€:

1. Gehäuse: Sharkoon AM5 Silent Blue ATX - Stylisch, günstig und gedämmt. Lüfter sind auch schon drin.
2. Netzteil: Thermaltake TR2S 500W - Leistungsfähig und günstig.
3. Prozessor: AMD Ryzen 5 2600 - Kostet aktuell ca. 120€ und bietet 6 Kerne mit SMT
4. Mainboard: MSI A320M PRO-E A320 - Auch dieses Mainboard ist gut und sehr günstig
5. RAM-Speicher: G.Skill DIMM 16GB DDR4-3200 Kit - Aktuell mit knapp 80€ ein wahres Schnäppchen
6. SSD: PNY CS900 240GB - Eine schnelle SSD fürs Betriebssystem ist Pflicht
7. HDD: Als Datengrab nehmen wir noch eine 1TB oder 2TB Festplatte. In meinem Beispiel-PC hbe ich eine Western Ditigal gewählt
8. Grafikkarte - für den Sparfuchs am besten eine Geforce GTX 1050 Ti. Alternativ ist auch eine Radeon RX 580 eine gute Wahl, frisst aber mehr Strom. Ich habe für diese Anleitung eine 1050 Ti genommen.

LOS GEHT´S

Zu Beginn packen wir vorsichtig alle Komponenten aus und bereiten erst einmal Mainboard, Prozessor und Arbeitsspeicher vor. Vermeidet es unbedingt, die Kontakte mit der bloßen Hand anzufassen, da diese sehr empfindlich sind und durch übermäßigen Druck oder statischer Aufladung Eures Körpers beschädigt werden könnten.

Zuerst müsst Ihr beim Mainbooard den Hebel des Sockels anheben, damit Ihr den Prozessor einsetzen könnt.



Danach könnt ihr den Prozessor vorsichtig einsetzen. Achtet jedoch darauf, dass die Markierung des Prozessors mit der des Mainboards übereinstimmt. Auf der Rückseite könnt Ihr auch erkennen, dass die Pins nicht in alles Ecken gleich ausgerichtet sind. Wenn ihr den Prozessor richtig aufgelegt habt, wird er von alleine in den Sockel gleiten. Versucht es auf keinen Fall mit Gewalt und vermeidet es tunlichst, irgendwelche Pins des Prozessors zu verbiegen. Ihr kommt dadurch in Teufels Küche.





Sobald der Prozessor richtig eingesetzt ist, könnt ihr den Hebel des Sockels wieder senken bis er einrastet. Entfernt nun mit einem Kreuzschraubenzieher jeweils die beiden Schrauben und enfernt die schwarzen Halterungen für den Prozessorkühler. Die brauchen wir nicht.





Jetzt könnt ihr den Prozessorkühler installieren. Praktisch ist, dass der mitgelieferte Kühler bereits die richtige Menge Wämeleitpaste aufgetragen hat. Ihr müsst ihn lediglich vorsichtig aufsetzen. Achtet dabei jedoch darauf, dass das AMD Logo auf der entgegengesetzten Seite des Arbeitsspeichers liegt. Ihr werdet den Arbeitsspeicher sonst nicht einsetzen können.

Sobald der Kühler richtig sitzt, könnt ihr die Schrauben mit leichtem Druck da verschrauben, wo vorher die schwarzen Halterungen waren. Am besten schraubt ihr immer nur ein bis zwei Drehungen und macht dann auf der entgegengesetzen Seite weiter, damit der Anpressdruck des Kühlers von allen Seiten gleichmäßig kommt und Ihr den Prozessor nicht beschädigt. Nach ein paar Drehungen werdet ihr auf spürbaren Widerstand stoßen. Das reicht dann auch. Nun das Lüfterkabel in den Steckplatz oberhalb rein, der mit CPU_Fan1 beschriftet ist, und fertig ist die Installation des Prozessors. Achtet aber auch bei diesem kleinen Stecker, dass Ihr ihn richtig herum einstöpselt.





Nun setzen wir den Arbeitsspeicher ein. Das ist relativ einfach, da die beiden Seiten mit den Kontakten verschieden lang sind. Achtet trotzdem auf die Aussparung in der Mitte des Riegels. Daran erkennt ihr auch, dass Ihr den Riegel richtig herum haltet.

Zuerst müsst ihr die Verriegelung auf der rechten Seite des Sockels herunter drücken. Setzt dann vorsichtig zuerst die linke Seite des Arbeitsspeichers ein, und drückt dann vorsichtig die rechte Seite herunter. Auch hier gilt: Keine Gewalt. Der Riegel muss richtig sitzen, dann rastet er ein und die Verriegelung wird von alleine wieder an ihren Platz zurückkehren und den Speicherriegel fixieren. Mit dem zweiten Riegel macht ihr es anschließend genauso. Falls Euer Mainboard vier Sockel für Arbeitsspeicher hat, lest ihr am besten im Handbuch, welche beiden Sockel ihr für Dual Channel Funktionalität nehmen müsst. Meistens ist es der erste und der dritte oder der zweite und vierte.





So, als Nächstes setzen wir das Mainboard in das Gehäuse ein. Nehmt dafür die Seitenwände des Gehäuses heraus.
Zuerst muss sie Mainboardblende eingesetzt werden. Achtet darauf, dass Ihr die Blende nicht verkehrt herum einsetzt. Mit sanftem Druck rastet auch die Blende spürbar ein. Jetzt könnt ihr das Mainboard vorsichtig einsetzen. Setzt das Mainboard zuerst mit den Steckern in den Öffnungen der Blende ein. Erst wenn alle Stecker sauber in den Öffnungen sitzen, legt Ihr es ganz ab. Ob es richtig positioniert ist, erkennt ihr an den Löchern für die Mainboard-Schrauben.







Jetzt könnt ihr die Schrauben, die dem Gehäuse beilagen benutzen und das Mainboard festschrauben.
Als Nächstes schließen wir die beiden Gehäuselüfter an das Mainboard an. Den hinteren Lüfter dabei an dem Anschluss, der mit CHA_FAN 1 beschriftet ist, und den Vorderen an der Unterseite des Mainboards, beim Anschluß CHA_FAN 2.







Jetzt bauen wir die Grafikkarte ein. Entfernt dabei die beiden Schrauben an der Slotblenden-Halterung und ebenso die obersten beiden Slotblenden. Den Platz müssen wir für die Grafikkarte schaffen.
Jetzt könnt Ihr die Grafikkarte vorsichtig einsetzen. Dabei auch zuerst das Ende mit den Steckern, und dann das andere Ende vorsichtig runtersetzen. Wenn die Grafikkarte korrekt sitzt, rastet auch der Sicherungshebel am Ende des Steckplatzes ein und man kann keine Kontakte mehr erkennen. Danach könnt ihr die Grafikkarte anstelle der Slotblenden, die Ihr vorhin entfernet habt verschrauben. Nachdem die Grafikkarte jetzt verbaut ist,könnt Ihr die Halterung der Slotblenden wieder montieren.









Als Nächstes kommen die USB-Anschlüsse und die Front-Anschlüsse des Gehäuses. Am Besten verlegt ihr die Kabel an der Rückseite des Gehäuses und zieht die Kabel anschließend durch die Öffnung nach vorne. Das sieht dann in etwa so aus:





Setzt jetzt den Stecker für USB 3.0 in den entsprechend beschrifteten Steckplatz.





Der USB 2.0 Stecker ist etwas kleiner. Er hat an einem Ende einen Pin weniger, das hilft Euch dabei, den Stecker richtig herum einzustecken. Das Ergebnis sieht dann so aus:





Der Stecker vom Audiopanel sieht genauso aus, wie der für USB 2.0. Der Unterschied ist aber, dass der fehlende Pin der zweite von oben ist. Den müsst Ihr in den Steckplatz mit der Beschriftung JAUD1 einstöpseln. Auch hier gilt: Keine Gewalt - stattdessen richtig herum einstecken!





Jetzt fehlt uns noch das Kraftwerk, unser Netzteil. Das müsst Ihr an der Hinterseite einbauen. Einfach mit dem Lüfter nach Unten gedreht in den dafür vorgesehenen Schacht schieben, und am Ende mit den 4 beigelegten Schrauben befestigen. Sollten bei den Netzteil keine passenden Schrauben dabei sein, findet ihr meistens passende bei den SChrauben für das Gehäuse.





Schließen wir nun das Netzteil an das Mainboard an. Dazu verlegt Ihr die Kabel am Besten an der Gehäuserückseite und zieht den Stecker jeweils durch die naheliegende Öffnung. Die Bilder zeigen, wie es aussehen soll. Zuerst kommt das breite ATX Kabel,





danach das 6-polige Stromkabel. Es gibt noch ein zweites, ähnliches Kabel. An dem sind allerdings zwei Stecker - einer hängt dabei an dem anderen. Die sind für Grafikkarten, und wären nur im Falle der Radeon RX 580 relevant. Unsere Geforce GTX 1050Ti kommt jedoch ohne zusätzlichen Stromanschluß aus. Für diese Karte brauchen wir das Kabel also nicht.





Sehr gut, jetzt kommt die SSD an die Reihe. Auf der Gehäuserückseite schraubt Ihr den SSD-Befestigungsrahmen vom Gehäuse ab und verschraubt damit die SSD. Ihr müsst nicht alle 4 Schrauben benutzen. 2 Schrauben - jeweils gegenüberliegend reichen auch schon aus, da die SSD sehr leicht ist. Vergesst nicht, die SSD mit einem der Stromkabel vom Netzteil zu verbinden. Ausserdem fehlt auch noch das dem Mainboard beiliegende SATA Kabel (wie abgebildet). Zuletzt steckt Ihr die SSD mitsamt Befestigungsrahmen wieder an die vorgesehene Stelle am Gehäuse und befestigt beides mit der Schraube.





Jetzt fehlt nur noch die HDD. Dafür zeiht Ihr den HDD-Rahmen aus dem HDD-Käfig an der Unterseite des Gehäuses. Den Rahmen könnt ihr etwas dehnen, gerade genug, um ihn um die HDD zu spannen. Die Pins müssen in die Schraublöcher der HDD, so dass Ihr danach die HDD mit dem Rahmen wieder in den Käfig schieben könnt. Auch hier fehlt am Ende nur noch ein Stromkabel vom Netzteil sowie das SATA Verbindungskabel, dass Ihr mit dem Mainboard verbinden müsst.











So, das wars. Jetzt nur noch alle Kabel fein säuberlich verstauen und die Seitenteile wieder an Ihren Platz schieben. Vergesst nicht, die Seitenteile mit jeweils mindestens einer Schraube zu verschrauben. Der selbstgebaute Gaming-PC ist fertig. Wenn Ihr alles so gemacht habt, wie ich es beschrieben habe, dann müsste Euer PC jetzt in etwa so aussehen - und auch erfolgreich booten.





Viel Vergnügen mit Eurem selbstgebauten PC und viel Spass beim Zocken.